5 Jahre Lucky – Was hat sich seit 2015 im Influencer Marketing getan?

Jippiii! Geburtstag, Jubiläum, wie du es auch nennen willst. Seit fünf Jahren gehören wir zu den führenden Playern im Influencer Marketing und in der Zeit hat sich einiges getan. Zum einen bei uns: Wir sind gewachsen, haben uns entwickelt, investiert, haben Preise und Freunde gewonnen. Zum anderen bei den Influencern: Vor ein paar Jahren haben sie noch schlicht Produkte in die Kamera gehalten, heute ist ihr authentisches Storytelling aus dem Marketing-Mix nicht mehr wegzudenken. Wie konnte sich die Marketing Disziplin Influencer Marketing so schnell entwickeln und etablieren?

Zu unserem 5. Jubiläum zeigen wir euch die Fortschritte der letzten Jahre, die die Branche nach vorne gebracht haben, zusätzlich ein kleines Q&A mit unserem Gründer Björn Wenzel.

2016: Stories, Storytelling und Werbewirkung

Wir hatten gerade erst gegründet und dann brachte Instagram die Stories raus. Die User waren geteilter Meinung: Einige warfen Instagram vor, Snapchat zu kopieren. Andere wiederum freuten sich, dass die täglichen Lunch-Pics nicht mehr ihren Feed vollspammten. Endlich gab es einen Ort für all die Fotos, die man höchstens einmal sehen wollte. Von Kritikern werden Stories immer noch als Müllhalde lieblosen Contents bezeichnet. Wir wussten aber gleich, dass in den Stories Potential lauert.

Mit der Integration von Instagram Stories ins Influencer Marketing hatte sich die Branche wegbewegt von simplen Produktfotos. Durch den Echtzeit-Content im Fullscreen-Format wurde es möglich, Produkte authentisch in die Alltagssituationen einzubetten, in denen sie gebraucht werden. Außerdem verstärkte die Nähe, die in den Stories durch Selfie-Videos kreiert werden konnte, die Emotionalität und brachte das Storytelling auf ein neues Level.

Durch Stories konnten nun Produkte, Dienstleistungen oder Botschaften in dem intimsten Rahmen platziert werden, den das kurzlebige Social Web bis heute möglich macht. Der Outcome ist: Influencer Marketing schafft nun noch mehr Nähe durch authentisches Bewegtbild und ist die kostengünstigste Chance für Marken, ihrem Produkt einen emotionalen Rahmen zu verleihen.

 

Was sagt Björn dazu…

„Weißt du noch was unsere erste Storykampagne war?“

Björn Wenzel: „Ich denke, es waren Kampagnen von und mit Fossil. Hier haben wir in den Jahren viele Kampagnen gemacht und viele Dinge testen können.“

„Welche neuen KPIs haben Stories ins Spiel gebracht?“

Björn Wenzel: „Zunächst mal neue Bewegtbildformate auf Instagram und eine echte Alternative zu Snapchat damals. Später sicher auch Klicks bzw. eben SwipeUps. Als eines der wichtigsten KPIs.“

„Wie haben sich Kampagnen verändern, da nun endlich Links auf Insta gesetzt werden konnten?“

Björn Wenzel: Wir hatten so schneller die Möglichkeit zu zeigen, dass Influencer Marketing auch wirkt, zu Umsatz führt oder zu Downloads. Neue Marken und Kunden wurden so überzeugt, das Medium auszuprobieren.

„Thema Werbewirkung: Was ist deiner Meinung nach wirkungsvoller, Postings oder Stories?“

Björn Wenzel: Aktuell wohl eher Storys. Auch wenn sie kurz sind und auch nicht dauerhaft erhalten bleiben, sie wirken extrem stark und persönlich und haben eine besonders hohe Aufmerksamkeit beim Zuschauer.

 

2017: Influencer sind so viel mehr als einfache Bannerwerbung

Social Ads und Google Display galten bisher noch als Patentlösung der Online Marketer. Doch als Influencer sich durch Self-Branding mehr und mehr Öffentlichkeit verschafften, wurde klar: Da geht so viel mehr. Ein großes Thema war die Produktentwicklung.

Bizeps, Booty und dazwischen der gebrandete Booster. Im Fitness-Bereich findet man inzwischen überall von Influencern entwickelte Nutrition und Sportswear. Auch bei Beauty und Mode probieren sich Influencer an eigenen Produkten… naja, zumindest labeln sie Shakes, Shirts und Schminke mit ihrem Namen. Oft sind die Selfbrand-Produkte aber weniger lukrativ als erhofft. So kickte die Drogeriekette DM Dagi Bees Kosmetik 2019 wieder aus dem Sortiment (Horizont).

Wenn es um die Umsetzung eigener Produkte geht, braucht ein Influencer betriebswirtschaftliche Fachkompetenz – oder eine Brand, die weiß wie es geht und die den Mut hat, ihren Markenbotschaftern wirklich zu vertrauen. So eine Brand ist BORN Senf.

2017 brachten wir die Thüringer Feinkost-Marke mit passenden Food-Bloggern zusammen. Gemeinsam entwickelten sie eigene Snackcremes (den Case findet ihr hier).

 

Was sagt Björn dazu…

Wie habt ihr es geschafft, eine Traditionsmarke davon zu überzeugen, etwas so radikal Neues zu machen?“

Björn Wenzel: Wir waren ja nicht die ersten. Wir haben durchaus mit den Ergebnissen anderer Wettbewerber und auch den günstigen Ausgangspositionen, noch wenig Wettbewerb und gute Konditionen überzeugen können.

 „Wie lange konnten sich die Produkte auf dem Markt halten?“

Björn Wenzel: Meist haben solche Produkte nur kurze Halbwertszeit, da sie eben auch als Aktionsprodukte verkauft werden.

 

2018: Qualitative KPIS durch Marktforschung und Werbewirkung 2.0

2018 ist Influencer Marketing angekommen. Influencer gab es en masse, viele Unternehmen wurden neugierig. Aber sie brachten neue Ansprüche mit. Denn im Gegensatz zu Social Ads und Webbannern hatte Influencer Marketing einen Nachteil: Es mangelte an Messbarkeit. Bislang gab es kein Tool, mit dem sich Influencer-Marketing-Kampagnen strukturiert planen und messen ließen. Das änderten wir und entwickelten die Markt-Media-Studie Influencer Facts.

In klassischen digitalen Kanälen war es seit Jahren üblich, Zielgruppen miteinander zu vergleichen. Nun war das erstmals auch für die Follower von Influencern im deutschsprachigen Raum möglich. Innerhalb von drei Monaten hatten wir die Pilotstudie Influencer Facts mit unseren Partnern entwickelt und umgesetzt. Mit im Boot sind nach wie vor das Marktforschungsunternehmen GreenAdz, die digitale Mediaagentur Kontor Digital Media (KDM) und das Mediaanalyse-Auswertungs-Tool mediMACH.

Das Ergebnis waren knallharte Fakten über die Kernwerte eines Influencers: Authentizität, Aktivierungsstärke, Themenkompetenz und Coolness-Faktor. Bis heute nutzen und erweitern wir unsere Marktforschung. Damit helfen wir unseren Kunden, die richtigen Influencer zu finden und die Wirkung von Kampagnen in den Zielgruppen zu messen.

 

Was sagt Björn dazu…

„Wie hat die Welt der Influencer auf die InfluencerFacts reagiert?“

Björn Wenzel: Die Ergebnisse fand und findet fast jeder, Kunde, Agenturen und Influencer interessant. Ich glaube es ist aber noch immer schwer, nur über Zielgruppen und Mediaplanung Influencer Marketing zu machen. Noch sind zu viele Fragen und zu wenige gleichbleibende Konstanten im Markt. Die Veränderungen der einzelnen Netzwerke sind so dynamisch, dass eine „klassische“ Mediaplanung selten als alleiniges Instrument genügt.

„Gab es „Böse“ Überraschungen in den Marktforschungsergebnissen?“

Björn Wenzel: Ja durchaus. Es gibt mehr Influencer als man denkt, welche von mehr als über 50% der Followern nicht geliebt oder verehrt werden, sondern aus dem Grund der Neugier oder einem Interesse an Trash gefolgt werden.

Auch waren die Unterschiede der Follower auf Instagram und YouTube teilweise bei einzelnen komplett unterschiedlich. Man kann sagen, dass sie auf jedem Netzwerk eine Community für sich haben. Andere hatten bei beiden Netzwerken fast identische Follower.

 

2019: Performance Marketing meets Influencer Marketing

Durch unsere Marktforschung konnten wir Unternehmen unmissverständlich zeigen, dass Influencer Marketing nachhaltig wirkt. Jetzt galt es, unseren Service zu verbessern und den Influencer Marketing Markt durch Technologieeinsatz zu professionalisieren und effizienter zu gestalten.

Dazu investierten wir und beteiligten uns an dem Tech-Start-Up IROIN®. Gemeinsam entwickelten wir die Influencer Marketing Suite – eine der besten Softwarelösungen für Influencer Marketing im europäischen Markt und einzige Schnittstelle der AmplyAds.

 

Was sagt Björn dazu…

„Warum war IROIN® der richtige Partner? Was zeichnet die Zusammenarbeit aus?“

Björn Wenzel: Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit haben wir ein Tool zur Hand, welches bequem durch die gesamte Kampagnenabwicklung führt: Von der Suche der passenden Influencer bis zum Reporting einer Kampagne. Dabei steigert die IROIN® Influencer Marketing Suite nicht nur Effizienz, sondern auch die Transparenz unserer Arbeit. Denn durch ein einfaches Client-On-Boarding können unsere Kunden den aktuellen Stand ihrer Kampagne jeder Zeit abrufen.

Die stetige Zusammenarbeit ist für beide Seiten wichtig. Durch die laufende Entwicklung der Social Media Plattformen braucht es einen regen Austausch zwischen uns und IROIN®. Durch unseren geschulten Blick für neue Formate in sozialen Medien und dem Know-How von IROIN®s Entwicklern, schaffen wir es, die relevante Content-Formate schnell und detailliert messbar zu machen.

„Was ist der Vorteil der sogenannten Influencer Ads?“

Björn Wenzel: Influencer Posts sind nur noch für 20-30% der Follower sichtbar und werden schnell durch neuen Content verdrängt. Influencer Ads erreichen nicht nur die gesamte Followerschaft, sondern auch neue Nutzer mit gleichen Merkmalen. So wird die Zielgruppe weit über die Followerschaft hinaus erreicht und es reduziert negative Assoziationen durch übermäßigen Werbedruck.

 

2020: Was geht eigentlich ab?

Das Jahr 2020 war für fast alle Branchen eine ganz schöne Hausnummer. Die weltweite Pandemie hat viel verändert und nicht zuletzt der Digitalisierung einen ordentlichen Schub verpasst. Der Modus Homeoffice gehört nun zum Alltag und darüber hinaus hat der Lockdown Menschen dazu gezwungen, auch ihre Freizeit digitaler auszuleben. Eine riesige Nische tat sich auf, von der ein Player besonders profitierte: TikTok. Die Content Plattform verzeichnet dieses Jahr das wohl größte Wachstum unter den sozialen Netzwerken. Schon zu Beginn des Jahres gingen die Downloads für die App so steil nach oben, dass sie Facebook, Instagram & Co. in den App Stores locker in die Tasche steckte.

 

Was sagt Björn dazu…

„Was für Chancen bietet TikTok für unsere Kunden? Neue Generation? Neue Inhalte?“

Björn Wenzel: Während der Pandemie vernetzt TikTok also weltweit die Wohnzimmer und überwindet die soziale Distanz digital. Aber wie läuft das in der Arbeitswelt? Ohne Messen? Ohne Tagungen? Auch der wirtschaftliche Austausch in verschiedensten Bereichen leidet unter der Pandemie. Für unsere Branche haben wir daher die #virtualconnects ins Leben gerufen. Fünf Mal luden wir Marketer und Unternehmen zu Online-Konferenzen ein. So konnten wir uns mit Partnern und Freunden austauschen und unseren Kunden zeigen, welche Chancen sich durch die Veränderungen von 2020 im Bereich Influencer Marketing für sie ergeben: integratives Marketing, Kontakt zu einer neuen Generation und Content mit nachhaltigem Mehrwert.

„Welche Branchen haben deiner Meinung nach noch von der Krise profitiert, wenn man es denn so betiteln darf? Wie ist Lucky mit der Situation umgegangen?

Björn Wenzel: „Ich denke, dass die digitale Branche im Allgemeinen ein starkes Wachstum verzeichnen konnte. Viele Brands haben spätestens jetzt in der Krise erkannt, wie nachhaltig CreatorInnen auch in schwierigen Zeiten authentisch Markenbotschaften platzieren können und den richtigen Ton treffen.
Natürlich war das Jahr auch nicht einfach für uns. Wir mussten unsere Marketing-Strategie über Board werfen und umdenken: So ist unsere virtuelle Konferenz, die #virtualconnects entstanden. Wir konnten den Austausch mit Kunden und unseren Netzwerken aufrechterhalten und sogar ausbauen.

Lucky Birthday – keine Feier, großes Danke

5 Jahre Lucky Shareman – wir sind gespannt auf die noch folgenden Neuerungen und möchten weiterhin Seite an Seite mit unseren Partnern, den Markt vorantreiben und mehr Möglichkeiten im Influencer Marketing schaffen.

Wir bedanken uns bei über 100 Kunden. Wir bedanken uns für über 5000 Kooperationen mit Influencern, Bloggern und Creatorn. Mit euch gemeinsam haben wir viele aufregende und bunte Geschichten authentisch erzählt. Wir bedanken uns bei all unseren Kunden für ihr Vertrauen, unseren Freunden von IROIN®, GreenAdz und Kontor Digital Media, auf die immer Verlass war und natürlich bei allen kreativen InfluencerInnen.

Mit euch zusammen können wir uns freuen, auf all die Geschichten, die wir noch erzählen werden.