Geldsendefunktion – das klingt erst einmal nicht sehr aufregend. Doch Kwitt kann was. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken bieten diese Smartphone-Bezahllösung an, mit der Nutzer unkompliziert in der VR-BankingApp Geld an Freunde überweisen können. Der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) entschied sich für eine Influencer-Marketing-Kampagne, um die Produktbekanntheit zu steigern. Mit Erfolg: Zwischen August und November 2018 erreichten 110 Influencer unter dem Hashtag #daskannstdukwitten 61 Millionen Kontakte in der Zielgruppe der 16- bis 39-Jährigen. Die Produktbekanntheit von Kwitt stieg um 27 Prozent und zudem stiegen die Kwitt-Neuregistrierungen im Vergleich zum Vorquartal um 21 Prozent und die Zahlungen mit Kwitt in der VR-BankingApp um 27 Prozent an.

376 Beiträge und jede Menge Aufmerksamkeit

Die Kampagne entstand im Auftrag des BVR in Zusammenarbeit mit geno kom, Kontor Digital Media (KDM) und Heimat. Lucky Shareman wählte für die Kampagne passende Micro-, Mid- und Macro-Influencer aus, die Reichweiten von bis zu 2,5 Millionen Followern mitbrachten und insgesamt 376 Beiträge auf Instagram, YouTube, Twitch und ihren Blogs veröffentlichten. Der Influencer-Content besteht langfristig im Netz und generiert weiterhin Aufmerksamkeit für Kwitt ­ außerdem kann er für andere Maßnahmen genutzt werden.

Challenge und Charity  –  beste (Unter)Haltung

Die Influencer kamen mit dem Kampagnen-Konzept „Challenge und Charity“ sehr gut bei den Followern an.  Zunächst erklärten die Influencer die Kwitt-Funktionen auf ihrem Kanal und kündigten eine Challenge an. Um die Follower zum Spenden kleiner Geldbeträge mit der Kwitt-Funktion zu animieren, durfte die Community den Influencern Herausforderungen stellen, die umso schwieriger wurden, je höher die Spende ausfiel. Die Challenges hatten es in sich und die Influencer zeigten Humor, Mut und Nachdenklichkeit: Joey von Joey`s Jungle lief halbnackt durch ein Brennnesselfeld, Regina Hixt wagte sich in das Segelflugzeug eines Looping-freudigen Kunstfliegers und Tomatolix verbrachte einen Tag als Obdachloser. Das gespendete Geld kam einer von 80 Stiftungen und Organisationen zugute – von der Kindernothilfe bis zum Tierschutz.

Besonders beliebte Kanäle: Instagram und YouTube

Besonders beliebt waren Instagram und YouTube: 110 Instagram-Beiträge der Influencer erreichten über 11,2 Millionen Follower und rund 523.000 Interaktionen. Das entspricht einer Interaktionsrate von 4,7 Prozent. 207 Instagram-Stories erreichten 27,4 Millionen Follower. Auf YouTube veröffentlichten die Influencer 39 Videos, die knapp 22 Millionen Follower erreichten und rund 289.000 Interaktionen anregten.

Kwitt wird zum viralen Hit

Die emotionalen Beiträge sorgten dafür, dass ein positiver Imagetransfer auf die P2P-Payment Funktion Kwitt der Volksbanken und Raiffeisenbanken übertragen stattfand und machten die Kampagne zu einem viralen Hit – ungewöhnlich für ein Leistungsangebot eines Finanzanbieters. Die teilnehmenden Influencer erwähnten in ihren Stories oft andere Influencer, die die Aktion reposteten und bei weiteren Followen bekannt machten. Auch regionale Tageszeitungen und Radiostationen wurden auf die Kampagne unter dem Hashtag #daskannstdukwitten aufmerksam und interviewten die Influencer.

Marktforschung belegt Werbewirkung

Um die Werbewirkung der Kampagne zu messen, hat Lucky Shareman gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen GreenAdz eine Lösung für kampagnenbegleitende Marktforschung entwickelt, die neben Reichweite vor allem auf Befragungs-Insights setzt. Beteiligte Influencer luden ihre Follower via Instagram Stories dazu ein, vor und nach der Kwitt-Kampagne Auskunft zur Produktbekanntheit, Sympathie, Marken- und Produktwahrnehmung sowie Aktivierung zu geben.

Die Ergebnisse: Der Zielgruppenfit der Kampagne lag bei etwa 80 Prozent, die Produktbekanntheit von Kwitt stieg bei der Followerschaft der eingebundenen Influencern um 27 Prozent und das Markenwissen wuchs: Vor Kampagnenstart brachten nur wenige Nutzer  die Kwitt-Funktion mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken in Verbindung. Nach Kampagnenende ordneten sechsmal so viele Nutzer wie vor der Kampagne die Kwitt-Funktion den Volksbanken und Raiffeisenbanken zu.

Und die Markensympathie? Der durchschnittliche Liking-Wert einer Display-Kampagne liegt bei 40 Prozent. Die Influencer erzielten mit der Kwitt-Aktion 52 Prozent. Die Nutzer-Kommentare waren äußerst positiv. Die Einladungen zu den Befragungen waren auch deshalb so erfolgreich, weil GreenAdz für jede Teilnahme einen Baum an eine Umweltschutzorganisation gespendet hat. Insgesamt kamen 2.845 Bäume zusammen.

Fazit: Influencer-Marketing funktioniert auch für erklärungsbedürftige Finanzprodukte

Stephan Arns, Referent Markenkommunikation und verantwortlich für die Mediaplanung beim BVR, kommentiert: Kwitt zeigt, dass Influencer-Marketing auch für erklärungsbedürftige Finanzprodukte sehr gut funktionieren und einen positiven Effekt auf die Wahrnehmung der Marke haben kann.“

Marika Koch, verantwortliche Referentin für die Marketingkommunikation zu Zahlungsverkehrsprodukten beim BVR: „Wir konnten die Zielgruppe mit dieser Aktion offensichtlich auch dazu animieren, die Kwitt-Funktion in der VR-BankingAPP auszuprobieren.“

Hintergrundinformationen über Kwitt

Kwitt (abgeleitet von „Wir sind quitt“)  ist die Geldsende-Funktion der Volksbanken Raiffeisenbanken und der Sparkassen und in den jeweiligen Banking-Apps nutzbar. Per eingespeicherter Handynummer können Nutzer Geld sekundenschnell via Smartphone ohne IBAN an ihre Kontakte versenden. Hat sich ein Nutzer für die Funktion registriert, kann er Geldbeträge für Gemeinschaftsgeschenke per App bei den Freunden organisieren oder Schulden begleichen. Beträge bis zu 30 Euro können ohne TAN versendet werden. Der Sender kann auf Wunsch eine persönliche Nachricht und ein Bild hinzufügen. Mehr Informationen