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Ein Paar schicke Schuhe oder doch lieber neue Follower? Immer mehr angehende Influencer investieren ihr Geld in sogenannte Fake-Follower – in der stillen Hoffnung, dass  die schicken Schuhe (und viele weitere PR-Samples von namenhaften Brands) zukünftig en masse den Weg zu ihnen finden.

Fast jeder, der im Social-Web unterwegs ist, hat schon einmal von ihnen gehört: Gekaufte Follower und Likes. Spätestens als vor einigen Wochen ein Interview mit einer Bloggerin viral ging, in welchem sie einigen ihrer Blogger-Kollegen den Kauf von Fake-Followern unterstellte, war das Thema wieder in aller Munde.

Was sind Fake-Follower?

Fake-Follower sind käufliche, virtuelle Abonnenten. Diese können von verschiedenen Anbietern im Netz gekauft werden. Oft steckt hinter diesen Profilen nicht einmal ein echter Mensch, sondern ein Computer. Falls doch eine Person dahinterstecken, so sitzen diese meist in fernen Ländern und haben kein wahres Interesse an dem gefolgten Accounts. Wahrscheinlich verstehen sie keine Inhalte, da sie die Sprache nicht verstehen und kommen ihrem Job nach,  indem sie lediglich auf den Follow-Button vieler Accounts klicken.

Warum kaufen sich (angehende) Influencer Follower?

Viele Unternehmen, die auf der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern sind, um eine Influencer-Kampagne umzusetzen, schauen als erstes auf eine Zahl: Die Anzahl der Abonnenten.

Dies scheint auf den ersten Blick logisch –  wenn der Fokus einer Kampagne auf der Reichweiten-Generierung liegt, möchte man durch ein Projekt möglichst viele Menschen erreichen. Man könnte annehmen: Je größer die einzelnen Communities der Influencer sind, desto besser. Wenn die Qualität der Bilder und der Brand-Fit dann noch gegeben sind  scheint es, als hätte man den perfekten Influencer für seine Marke gefunden.

Viele Influencer sind sich dieser Tatsache sehr bewusst und verspüren dadurch den Druck nur mit einer besonders großen Community für Unternehmen interessant zu werden. Dies führt dazu, dass sie in den Geldbeutel greifen um ihrem Account auf die Sprünge zu helfen.

Dass es bei der Auswahl der passenden Influencer auch auf andere Details, neben der  Abonnenten-Anzahl, ankommt und man den Zahlen nicht immer direkt Glauben schenken kann, zeigen aktuelle Artikel und Diskussionen rund um das Thema Fake-Follower.

Wie erkennt man Fake-Accounts?

Neben dem Resultat, dass die Abonnenten-Zahl ansteigt, haben die gekauften Follower auch Auswirkungen auf weitere (Kenn-)Zahlen eines Accounts. Besonders die Interaktionsrate wird von faulen Zukäufen negativ beeinflusst, so dass diese auch Aufschluss darüber geben kann, ob ein Account „nachgeholfen“ hat: Wenn die Interaktionsrate innerhalb einer Community sehr gering ist, so lässt dies den Verdacht nahelegen, dass sich viele gekaufte Follower unter den Abonnenten verstecken. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Regel nicht mit dem Influencer interagieren und keine inhaltlichen Kommentare schreiben. Da neben den Abonnenten nun auch Kommentare und Likes gekauft werden können, ist dies jedoch nicht immer der sicherste Weg. Im nächsten Schritt gilt es, die Kommentare und Likes inhaltlich und qualitativ unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, wer sich hinter den einzelnen Profilen versteckt:

Kommentiert die Community auch inhaltliche Aspekte oder werden lediglich niedliche Smileys ohne jeglichen Zusammenhang gepostet? Sind die Profile von Anhängern einer realistischen Zielgruppe oder findet man viele anonymisierte Accounts mit unaussprechlichen Namen vor?

Dies alles sind Fragen, die man  bei der Analyse eines Accounts im ersten  Schritt unter die Lupe nehmen kann. Für die nähere Betrachtung gibt es Tools, die Aufschluss über das Wachstum eines Accounts geben. Wenn ein Account gleichmäßig und stetig wächst, ist dies ein Zeichen für eine organische Entwicklung. Gibt es viele extreme Ausschläge, so kann ein Kauf von Followern stattgefunden haben. Doch auch hier gibt es Ausnahmen: Wenn ein relativ kleiner Influencer von einem sehr großen, namenhaften Blogger erwähnt wurde, so kann die Followerzahl des kleinen Influencers „über Nacht“ immens in die Höhe steigen.

Fazit:

Der Kauf von Followern ist ein Thema, dass im Influencer Marketing immer wieder aufkommen wird. Da wir erfolgreiche Kampagnen mit nachhaltigen Interaktionen durchführen möchten, spielt die Überprüfung von Fake-Followern in unserer täglichen Arbeit seine sehr große Rolle. Die hier aufgeführten Möglichkeiten, einen Account auf gekaufte Follower zu überprüfen, können lediglich erste Aufschlüsse geben. Eine detaillierte und individuelle Betrachtung, also Handarbeit,  in Verbindung mit der Nutzung von professionellen Tools ist an dieser Stelle unabdingbar.

Geschieht dies nicht, so läuft ein Unternehmen Gefahr bares Geld zu verlieren: Der Preis von Influencer-Kooperationen basiert in den meisten Fällen auf Grundlage eines TKP’s. Das heißt, es wird für jeden Follower, unabhängig davon, wie wertvoll dieser für das Unternehmen ist, bezahlt. Selbst wenn dieser Follower ein realer Mensch ist und kein computer-generierter Account dahinter steckt, hat die Person in der Regel kein Interesse am Content des Influencers und folgt ihm nur, weil er dafür bezahlt wird.

Quellen:

OMR: Instagate: DIe Generalabrechnung einer Instagrammerin mit Fake Influencern

FutureBiz: Gastbeitrag: Warum gekaufte Follower deine Influencer Marketing Kampagen ruinieren 

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