Mit Influencer-Marketing den Markenwert pushen

Der Markenwert ist heute für große Unternehmen das höchste Gut. Zu Recht, zeigt er doch, wie beliebt eine Marke bei den Konsumenten ist. Der Markenwert hat zwei Seiten. Zum einen die finanzielle Seite. Das sind die Werte, die das Unternehmen durch Produktion und Absatz oder Lizenzvergaben erwirtschaftet, aber auch durch die Einführung neuer Produkte unter dem Namen einer bereits etablierten Marke. Doch eine Marke ist natürlich viel mehr als ihre monetäre Ausstattung.

Die Marke schafft Vertrauen und Identität

Der Begriff Markenwert (engl. brand equity) hat seinen Ursprung Anfang der 80er Jahre in den USA. Vor dem Hintergrund steigender Marketingbudgets wurde mit Hilfe des Markenwerts untermauert, dass  Marketingauf­wendungen Investitionen sind, die langfristig wirken, da sie MarkenimageMarkentreue und Markenbekanntheit steigern. Der Wert einer Marke bemisst sich eben auch daran, wie Konsumenten das Unternehmen wahrnehmen. Aus Sicht der Konsumenten sind Markenartikel eine Art Qua­litätsgarantie. Sie vertrauen ihnen. Außerdem vermittelt eine Marke emotionale Erlebnisse und der Nutzer fühlt sich durch sie einer bestimmten Zielgruppe mit einem entsprechenden Lebensstil zugehörig.

Influencer – im Auftrag der Marke

Hier kommt Influencer-Marketing ins Spiel. Die Meinungsführer sind längst im Marketing-Alltag großer Markenartikler angekommen. Eine Studie von AT Kearney sagt, dass Markenunternehmen zu Recht in diese digitale Kundenansprache investieren: Mehr als die Hälfte dieser Firmen erziele eine Rendite von 100 Prozent, einige sogar das 20-fache ihres Einsatzes. Die Ausgaben für Social-Influencer-Marketing würden bis 2020 weltweit um das Vierfache steigen. Denn Influencer genießen bei ihrer Zielgruppe einen Vertrauensvorschuss, der direkt auf die vorgestellten Produkte, Services oder Inhalte abfärbt.

Das gilt nicht nur für Macro-Influencer mit mehreren Millionen Abonnenten. Micro-Influencer bis 25.000 Abonnenten haben den Vorteil, dass sie sehr intensiv mit ihren Followern interagieren. Die Folge sind bis zu achtmal höhere Interaktionsraten. AT Kearney nennt als Voraussetzung für den Kampagnenerfolg, dass die Influencer sich stark mit der Marke identifizieren und hinter deren Produkten stehen. Nur dann können sie authentischen Content produzieren und die Markenbotschaft bei ihren Followern verankern.

Nachhaltigkeit und Freiheit

Um Influencer zu Markenbotschaftern zu machen, sollten Marken eine langfristige Beziehung mit ausgewählten Influencern aufbauen. Dabei geht es nicht mehr nur um Produkt-Postings, sondern um längerfristige Partnerschaften oder sogar um gemeinsame Produktentwicklungen. Weiter brauchen Unternehmen zwingend eine Digitalmarketingstrategie. Diese Strategie sollte Influencer-Marketing schon in der Mediaplanung mitdenken, damit Ziele klar definiert werden und der Erfolg messbar wird.

Unternehmen sollten den Meinungsführern Freiheit bei der Vermittlung der Markenbotschaft zugestehen. Denn nur frei agierende Markenbotschafter wirken glaubwürdig. Bei der Erfolgsmessung sollten neben quantitativen immer auch qualitative Kriterien miteinfließen wie Inhalt und Tonalität der Follower-Kommentare oder die Qualität des erstellenten Contents. Nur so erhalten Marken ein ganzheitliches Bild ihres Kampagnenerfolges.

Fazit: Wenn Markenfit und Kreativität sich zu einem ansprechenden Ganzen verbinden, kann Influencer-Marketing nachhaltig den Markenwert steigern.

Sie möchten Ihren Markenwert mit Influencer-Marketing steigern? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

 

Quellen:

Markenwert, wirtschaftslexikon24.com, 20.09.2018
Studie AT Kearney, atkearney.de, 20.09.2018