Insights jetzt auch auf Snapchat

Snapchat und Instagram konkurrieren schon lange miteinander. Vor allem, seitdem die Story-Funktion auch bei der Facebook-Tochter integriert wurde und sowohl Privatpersonen als auch Creator auf Instagram ein gesammeltes Angebot für Video und Bildformate vorfinden. Instagram hat Snapchat überholt. Auch in Sachen Influencer-Marketing. Instagram hat sich als erfolgsversprechender Kanal für Influencer-Marketing entwickelt. Das liegt besonders daran, dass Instagram Usern, die sich einen Business-Account zulegen, nützliche Insights ausweist.

Mit dem großen Snapchat-Update hat sich der Anbieter vorgenommen, die Präsenz und Monetarisierungsmöglichkeiten für Influencer auf der Plattform auszubauen. So wurden unter anderen die Inhalte ausgewählter Prominenter und reichweitenstarker Creator  in der Discover-Rubrik platziert, wo bisher lediglich nur Medienpartner, wie Bild, Spiegel Online oder Vice ihren Content positionieren konnten. Im Zuge der Umstrukturierung wurde sich auch dem Wunsch einflussreicher Snapchat-User angenommen, die sich für die Content-Produktion nach Insights sehnten, damit dieser mit den Interessen der Community übereinstimmen kann. Auch Unternehmen, die mit einem Snapchat-Star kooperieren möchten, ziehen ihren Vorteil daraus, da sich mit den Statistiken mögliche Marketing-Aktivitäten besser planen und messen lassen. Die Insights sind jedoch lediglich Creator einer „Official Story“, meistens prominente Personen oder User mit einem großen Publikum, vorenthalten. Wie hoch die Reichweite sein muss, ist unklar.

Das sind die Snapchat Insights

Bis vor kurzem wurden allen Usern, unabhängig von ihrer Reichweite, die gleichen Statistiken angezeigt. Lediglich während der Content live war, konnte eingesehen werden, wie viele Nutzer die geposteten Inhalte betrachtet haben. Letzten Sommer hat Snapchat damit begonnen, Accounts zu verifizieren, denen weitere Insights zum Publikum offen gelegt werden sollen. Hierunter fallen folgende Daten:

  • Total Views (vergangene Woche, Monat, Jahr)
  • Unique Viewers (tägliche Reichweite und Interaktion)
  • Completion Rates
  • Watch Time in Minuten (vergangene Woche, Monat, Jahr)
  • Audience Demographics (Alter, Geschlecht, Orte, Interessen)

 

Quelle: recode

Hat sich vor einiger Zeit noch Instagram an Funktionen von Snapchat bedient, macht es Snapchat nun Instagram nach. Snapchat scheint fast von der Bildschirmfläche verschwunden zu sein, doch mit der Einführung der Insights versucht der Konzern, den Abstand zum Rivalen Instagram aufzuholen und sich ebenfalls als attraktive Plattform für Marketingzwecke zu beweisen. Auch der Ausbau der Discover-Rubrik, in der nach und nach mehr „Top Influencer“ gefeatured werden sollen, gleicht der Idee von Instagram.

Lang genug hat Snapchat die Bedürfnisse der Creator nicht vollkommen berücksichtigt. Mit der Einführung der Insights versucht Snapchat nun möglich verloren gegangene User wieder zurück zugewinnen. Die Schwierigkeit, seinen Wert als Creator durch eindeutige Zahlen zu bestätigen, scheint hiermit nun beseitigt zu sein.

Snapchat und Influencer-Marketing

Um langfristig im Haifischbecken der Social Media Kanäle überleben zu können, war Snapchat gezwungen einen Wandel zu machen. Als Kanal für die Umsetzung von Influencer-Marketing Kampagnen wurde Snapchat immer weniger nachgefragt und empfohlen, da weder Auskunft über die Zielgruppe noch eine Messbarkeit möglich war, was für Advertiser eine immens wichtige Information zur Planung von Marketing-Aktivitäten ist. Aufgrund der fehlenden Informationen haben viele User nach Alternativen Plattformen Ausschau gehalten und sind – vor allem – bei Instagram fündig geworden. Das Umdenken hat zwar stattgefunden, kommt jedoch zu einem Zeitpunkt, an dem sich Instagram bereits als Plattform etabliert hat. Demnach ist erst einmal abzuwarten, wie sich die Nutzerzahlen durch die neuen Insights im kommenden Quartal verändern.