Fusion und Absicht

Ende 2017 fand eine Übernahme ähnlicher Größenordnung wie die der Facebook-Instagram-Fusion statt: Der chinesische Medienkonzern Beijing Bytedance Technology kaufte die vor allem bei Jugendlichen beliebte App Musical.ly. Dass dieses Zusammenkommen für beide Parteien profitable Entwicklungen anstrebt, liegt auf der Hand: Musical.ly braucht das Know-How im Bereich künstliche Intelligenz, um Content für die bestehenden, wie auch die zahlreich anvisierten asiatischen Muser, noch passgenauer zu machen. Bytedance bekommt im Gegenzug eine höchstinteraktive und mit über 250 Millionen Nutzern sehr reichweitenstarke Plattform mit vielen Potenzialen.

Pläne und Vorhaben

Um nicht mehr nur mit der Lip-Sync-Funktion in Verbindung gebracht zu werden, wurden Pläne entwickelt, die Musical.ly als noch vielseitiger und chancenvoller positionieren sollen: Das Unternehmen möchte seine Rolle als „Sprungbrett“ für Creator ausbauen und wird in den kommenden Jahren mit 50 Millionen US-Dollar ein Förderprogramm für kreative Nachwuchs-Talente an Hochschulen bereitstellen. Diese kriegen dann Wissen über digitales Marketing und Videoproduktion vermittelt, um optimal eine mögliche Social Media-Karriere starten zu können. Diese kann dann auf dem geplanten „Creator Marketplace“, auf dem Brands und Muser aufeinandertreffen, gezielt ausgebraut werden. Außerdem soll das durchschnittliche Nutzer-Alter nach oben rücken und damit für jedermann Unterhaltung geboten werden.

Erfolgsaussichten

Wir bewerten diese Zusammenkunft und Ausrichtung als überaus erfolgsversprechend, da besonders der asiatische Markt viele sehr aktive Kontakte bringen wird. Die derzeit monatlich aktiven 60 Millionen Muser sind zwar schon beachtlich, könnten durch den Ausbau der stark wachsenden Bereiche Gaming, Reisen und vor allem Comedy und Sport vervielfacht werden. Die Erweiterung der Altersspanne ist durchaus realistisch, wird aber wahrscheinlich einige Jahre dauern. Wenn man aber bedenkt, dass besonders die Sport-Inhalte auf Musical.ly boomen und damit auch viele erwachsene Männer anziehen, wird sich damit sowohl der männliche als auch der ältere Anteil an Nutzern vergrößern.
Die Alleinstellung von Musical.ly ist die ausschließliche Nutzung auf dem Smartphone. Dies und die Tatsache, dass die Video-Inhalte deutlich kürzer sind als z.B. auf YouTube, macht die App interessant für die schnelle Informations- / Unterhaltungsdosis unterwegs. Darüber hinaus ist gerade jetzt ein guter Zeitpunkt seine Potenziale auszubauen, da andere Plattformen in Hinsicht Beliebtheit teilweise stagnieren oder sich sogar zurückentwickeln.

Unsere Einschätzung

Wir empfehlen Unternehmen, die Entwicklung von Musical.ly im Auge zu behalten und ggf. die Vermarktung der eigenen Produkte mit Bewegbild-Inhalten in dieser App zu testen. Natürlich immer die Passgenauigkeit zwischen Produkt und Muser-Fans vor Augen. Was auch interessant ist: Abgesehen vom Online-Marketing steckt auch Offline-Potenzial in Musical.ly: Die sogenannten „Muser Battles“ sind Events, die durch Live-Übertragung Millionen von Zuschauern allein in Europa erreichen. Aktuell überwiegt zwar die junge Zielgruppe, diese wächst jedoch zur nächsten kaufkräftigen Generation heran. Da wäre es doch smart eine der Marken zu sein, die dieser Generation zuvor bereits positiv in ihrer liebsten App aufgefallen ist und sich damit im Idealfall von den Konkurrenten abhebt. Social Media entwickelt sich stetig weiter und die Begehrtheit der Kanäle variiert dementsprechend. Diese Veränderungen zu erkennen und sich auf sie einzustellen entscheidet oft über Marktpräsenz und damit die eigene Konkurrenzfähigkeit. Wir, bei Lucky Shareman, sind Spezialisten in der Auswahl, Umsetzung und Platzierung von passenden Werbeinhalten auf Social Media und finden auch für Sie die optimale Musical.ly-Lösung!