TikTok – der neue unverzichtbare Social Media Kanal?

TikTok ist aktuell in aller Munde – und das zu Recht. Hohe Reichweiten, eine schier unerschöpfliche Quelle an Kreativität, große Wachstumgschancen und Trend-Bereiter. Wer jetzt nicht auf TikTok unterwegs ist, wird es später bereuen. Aber ist es wirklich für jeden ein unverzichtbarer Kanal? Wir haben TikTok mit einem ihm ähnlichen Format, den Instagram Reels, verglichen und sagen: nicht unbedingt.

TikTok oder Instagram Reels – was eignet sich besser?

Die Formate haben einige Gemeinsamkeiten:

  • Trendformate 2021/2022
  • Kreative Videos – unterhaltend und informativ
  • Musikeinbindung
  • Besondere Aufmerksamkeit
  • Möglichkeit großer Reichweiten

Und auch Unterschiede:

  • App vs. Funktion
  • Video- & Caption-Länge
  • Bearbeitungseffekte
  • Zielgruppe
  • Challenge-Charakter

Bei der Entscheidung für ein Format sollten vor allem die Zielgruppe und die Ziele im Fokus stehen. Wo treffe ich meine Zielgruppe an und wie erreiche ich am besten meine Ziele? Die Geschlechterverteilung ist auf TikTok und Instagram relativ ausgeglichen, auf Instagram sind mit 57 % etwas mehr Frauen unterwegs. Bei der Altersverteilung wird deutlich, dass die TikTok Community jünger als die Instagram User:innen sind. Knapp die Hälfte sind zwischen 18 und 24 Jahre alt, während es auf Instagram knapp ein Drittel in dieser Alterspanne sind. Die Vermutung, dass auf TikTok hauptsächlich Minderjährige unterwegs sind, lässt sich durch die offiziellen Zahlen nicht belegt. Bereits 92 % der TikTok User:innen sind über 18 Jahre alt – oder haben bei Registrierung in der App diese Altersangabe gemacht (auch das ist ein Teil der Wahrheit). Letztendlich hängt die Erreichung der gewünschten Zielgruppe stark von der Auswahl der Influencer:innen ab. Über Tools oder die kanaleigenen Insights erhält man die Informationen zu den Demografien der Communities.

Welche Ziele kann ich mit welchem Format besser erreichen?

Betrachten wir die drei populärsten Ziele im Influencer Marketing – Branding, Awareness und Performance – so haben TikToks lediglich beim Ziel Awareness leicht die Nase vorne. Dies liegt vor allem daran, dass bei TikTok das Potential für große Reichweiten aktuell noch deutlich höher ist als bei Reels. TikTok ist jedoch kein Reichweiten-Garant – auch hier können Videos „floppen“. Dennoch liegt TikTok auch bei der Kreativität und beim Trendpotenzial vorne. In Instagram Reels werden TikTok Trends gerne aufgegriffen – und funktionieren dann auch bei der Instagram Community sehr gut.

Durch die Kreativität, das Bewegtbildformat und die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich auf beiden Kanälen sehr gute Möglichkeiten, Branding-Ziele zu erreichen.

Performance-Ziele können mit den beiden Formaten nur bedingt erreicht werden, da es bei dem Content keine Möglichkeiten zur Linkintegration gibt, Abschlüsse nicht nachverfolgbar sind und wenig Kontrolle über die Reichweite möglich ist. Eine Möglichkeit für mehr Kontrolle und eine zielgerichtetere Aussteuerung des Contents bieten sog. Influencer Ads auf Instagram oder TikTok Spark Ads.

Fazit

TikToks und Instagram Reels haben viele Gemeinsamkeiten – sowohl in ihrer Form und somit ihren Stärken als auch ihrer sehr guten Eignung zur Erreichung von Awareness- und Branding-Zielen. Der große Unterschied liegt bei der Zielgruppe. Dabei sind TikTok User:innen nur nicht jünger – sie haben auch andere Bedürfnisse und Wünsche. Reels sind ideal geeignet, um Instagram User:innen zu erreichen, die gerne kreativen Video-Content konsumieren ohne dabei ihre Lieblings-App zu verlassen.

Tipps aus dem Team

Falls du mehr darüber erfahren möchtest, wie du Influencer Marketing mit Influencer Ads skalieren kannst, findest du hier weitere Infos dazu.
Du möchtest mehr darüber wissen, wie TikTok User:innen denken? Hier findest du einen Beitrag zum POV Gen Z – Was die wichtigste Nutzergruppe über TikTok-Werbung denkt.